Trumps Zollpaket trifft mit voller Wucht: 145 % auf chinesische Importe in die USA. Für europäische Category Manager und Pricing-Teams ergeben sich daraus direkte Konsequenzen – positive und negative.
Die US-Regierung hat die Importzölle auf chinesische Waren auf 145 Prozent erhöht – ein Niveau, das den Handelsfluss zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt fundamental umstrukturiert. Europäische Händler und Pricing-Teams müssen jetzt verstehen, welche Sekundäreffekte auf ihren Markt zukommen.
„Liberation Day" – so hat die Trump-Administration den 2. April 2026 bezeichnet, an dem das neue Zollpaket in Kraft trat. In der Praxis bedeutet der Zollsatz von 145 % auf chinesische Importe, dass Waren, die bisher für 10 Dollar produziert und für 15 Dollar in den USA verkauft wurden, jetzt einem Importaufschlag von 14,50 Dollar unterliegen. Das macht viele China-Importe für den US-Markt schlicht unrentabel.
Handelsumleitung als Chance und Risiko für Europa
Wenn chinesische Hersteller den US-Markt nicht mehr profitabel bedienen können, suchen sie Absatz anderswo. Europa ist der naheliegende Ausweichmarkt. Das bedeutet: chinesische Waren, die bisher für den US-Export produziert wurden – Consumer Electronics, Haushaltswaren, Textilien, Spielzeug – drängen mit Druck auf den europäischen Markt.
Für europäische Retailer ist das eine zweischneidige Entwicklung: Kurzfristig können günstigere Einkaufskonditionen entstehen, weil chinesische Anbieter Absatzkanäle suchen. Mittelfristig erhöht sich der Preiswettbewerb in bereits margenschwachen Kategorien dramatisch. Und für Hersteller, die in Europa produzieren