Die EU-Kommission adressiert im E-Commerce-Rahmen den Anstieg von Niedrigwertimporten und die daraus entstehenden Wettbewerbsfragen. Für Category Manager wird der Vergleich von Gesamtangeboten wichtiger als der reine Artikelpreis.
Die Europäische Kommission beschreibt in ihrer aktuellen E-Commerce-Kommunikation Herausforderungen durch den Anstieg von Niedrigwertimporten. Genannt werden unter anderem Produktsicherheit, Umweltbelastung und ein mögliches ungleiches Wettbewerbsumfeld. Für Pricing-Teams ist das relevant, weil ein sichtbarer Artikelpreis nicht die gesamte Kosten- und Leistungssituation eines Angebots abbildet.
Competitive Pricing mit vollständigem Kontext
Beim Vergleich internationaler Angebote sollten Teams Produktkonformität, Lieferzeit, Versand, Abgaben, Rückgabe und Service neben dem Artikelpreis erfassen. Ein vermeintlich günstigeres Angebot ist kein valider Preisanker, wenn Leistungen oder Kosten nicht vergleichbar sind.
Sortiments- und Kanalentscheidung
Category Manager können die Analyse nutzen, um Kategorien mit hohem Preisrisiko zu identifizieren. Mögliche Antworten sind eine klarere Leistungsdifferenzierung, eigene Bundles, bessere Produktdaten oder eine Anpassung der Kanalstrategie – nicht automatisch eine pauschale Preissenkung.
Takeaway: Bei internationalen Niedrigpreisangeboten muss Competitive Pricing den vollständigen Kauf- und Leistungsumfang vergleichen. Artikelpreis allein ist kein belastbarer Marktanker. Quelle:
European Commission: e-Commerce rules in the EU.