Die EU-Kommission bündelt im E-Commerce-Rahmen Maßnahmen zu Sicherheit, Nachhaltigkeit, Lieferkosten und Niedrigwertimporten. Für Retail- und DTC-Teams entsteht daraus ein Wettbewerbs- und Kalkulationsthema.
Die EU-Kommission beschreibt E-Commerce 2026 als Zusammenspiel aus sicheren Märkten, nachhaltigem Handel und fairen Wettbewerbsbedingungen. In ihrer E-Commerce-Kommunikation behandelt sie unter anderem den starken Anstieg von Niedrigwertimporten und die daraus entstehenden Herausforderungen für Umwelt, Produktsicherheit und Unternehmen in der EU.
Warum das Pricing betrifft
Wenn Importkosten, Abgaben, Sicherheitsanforderungen oder Lieferkosten anders verteilt sind, sind sichtbare Preise nicht ohne Weiteres vergleichbar. Category Manager sollten daher nicht nur den Endpreis eines Wettbewerbers beobachten, sondern auch Lieferbedingungen, Rückgabe, Produktkonformität und die Kostenstruktur hinter dem Angebot.
Lieferung als Teil des Angebotswerts
Die Kommission weist darauf hin, dass grenzüberschreitende Paketzustellung deutlich teurer sein kann als nationale Zustellung und dass Unternehmen Lieferpreise klar offenlegen müssen. Für DTC-Brands ist das ein Argument, Lieferoptionen als Bestandteil der Preisarchitektur zu führen: Standard, schnell, gebündelt oder mit Mitgliedschaftsvorteil.
Wettbewerbsbeobachtung mit mehr Kontext
Ein niedrigerer Wettbewerberpreis ist nicht automatisch ein besseres Angebot. Ein belastbares Competitive-Pricing-Modell sollte identische Produkte, Lieferzeit, Gesamtpreis, Rückgaberecht und rechtliche Verkaufsvoraussetzungen vergleichen.
Takeaway: Bei grenzüberschreitendem E-Commerce muss der Wettbewerbsvergleich den vollständigen Kaufpreis und die Leistung dahinter erfassen. Produktpreis allein ist kein fairer Vergleich. Quelle:
European Commission: e-Commerce rules in the EU.