ONS meldet 0,4 Prozent weniger Non-Food-Verkaufsvolumen im September. Bekleidung und Haushaltswaren gehören zu den schwächeren Bereichen.
Das britische Statistikamt ONS veröffentlichte am 23. Oktober seine September-Daten für den Einzelhandel in Großbritannien. Das saisonbereinigte Verkaufsvolumen der Non-Food-Filialhändler sank gegenüber August um 0,4 Prozent. Diese Kennzahl beschreibt preisbereinigte Verkäufe, nicht den nominalen Umsatz und nicht den gesamten Einzelhandel.
Warengruppen statt Gesamtdurchschnitt
ONS nennt Rückgänge unter anderem bei Bekleidungs- und Schuhgeschäften sowie Sportausrüstung. Händlerkommentare verweisen auf geringere Kundenfrequenz und zurückhaltende Ausgaben. Auch Haushaltswaren schwächten sich ab, insbesondere im Bereich Hardware.
Saisonales Angebot trifft auf Wetter
Im Abschnitt zum nicht stationären Handel berichtet ONS, dass neue Herbst- und Winterkollektionen im Online-Bekleidungshandel angesichts ungewöhnlich warmen Wetters schwächer abschnitten. Die Veröffentlichung liefert dafür keine gemessene Preiselastizität und keinen Nachweis, dass ein flächendeckender Rabatt die Ursache beheben würde.
Takeaway: Saisonware nach Bestandsalter, Wetterabhängigkeit und verbleibender Verkaufszeit steuern. Ein warmer Monat kann Nachfrage verschieben, ohne dass der reguläre Preis grundsätzlich falsch ist. Selektive Preisaktionen zunächst dort prüfen, wo Bestandsrisiko und ein plausibler zusätzlicher Abverkauf zusammenkommen.
Quelle: ONS: Retail sales, Great Britain: September 2026, veröffentlicht am 23. Oktober 2026; Non-Food-Abschnitte.
Die Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen, keine Aussagen oder Prognosen der zitierten Organisation.