Black Friday 2026 kommt am 27. November. Wer seine Preisstrategie jetzt noch nicht plant, plant bereits zu spät.
Black Friday ist kein Event mehr – er ist ein saisonales Fundament. Laut EHI Retail Institute machten deutsche Händler am Black Friday 2025 rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz. Das Potenzial ist enorm. Der Wettbewerb auch.
Die Herausforderung: In einem Umfeld, in dem Amazon in Echtzeit Preise anpasst und Verbraucher sofort über idealo oder Google Shopping vergleichen, reicht ein pauschaler Rabatt von 20 Prozent nicht mehr. Wer gewinnt, hat eine Strategie.
Was gut funktioniert – und was nicht
Pauschale Rabattaktionen funktionieren noch – aber sie vernichten Marge ohne Differenzierung. Kluge Händler setzen stattdessen auf selektives Pricing: Starke Rabatte auf sichtbare Topseller (die als Lockangebote funktionieren), stabile Preise auf margenstarke Longtail-Produkte.
Amazon macht das meisterhaft: Nicht jedes Produkt ist am Black Friday günstiger. Die KI identifiziert, welche Produkte Aufmerksamkeit erzeugen – und welche still bei normalem Preis verkauft werden.
Timing ist alles
Black Friday hat sich zur Black-Friday-Woche und mittlerweile zum Black-November entwickelt. Erste Deals gehen bereits Anfang November live. Händler, die bis zum eigentlichen Freitag warten, verlieren Sichtbarkeit.
Die Preisstrategien müssen daher früh stehen. Das heißt: Wettbewerbermonitoring ab Oktober, Lagerbestandsanalyse für die richtigen Promo-Produkte, und klare Rabattregeln – welche SKUs gehen in die Promotion, welche bleiben raus. Wer die Kampagnen mit modernen KI-Marketing-Werkzeugen plant, kann Budgets gezielter einsetzen und Streuverluste reduzieren.
Warum das für Pricing Manager wichtig ist
Black Friday ist ein Stresstest für jedes Pricing-System. Wer ohne klare Regeln in die Promo-Phase geht, gibt Marge ohne Gegenwert ab. Wer strukturiert vorgeht, kann das wichtigste Shopping-Event des Jahres zur echten Wachstumsmaschine machen.
Konkret: Pricing-Teams sollten jetzt Szenarien definieren – mindestens drei Preisvarianten pro Aktionsprodukt – und Genehmigungsprozesse so strukturieren, dass in der heißen Phase schnell reagiert werden kann.