Trump hat zum 1. Mai 2026 Zölle von 25 % auf europäische Autos angekündigt – zusätzlich zu den seit Februar geltenden 10 % auf allgemeine EU-Importe. Für deutsche Pricing-Teams, die mit international beschafften Sortimenten arbeiten, ist das kein politisches Hintergrundrauschen, sondern ein akuter Kalkulationsfaktor.
Am 1. Mai 2026 kündigte die US-Regierung an, die Zölle auf europäische Autos und Fahrzeugteile auf 25 Prozent anzuheben. Damit gelten für EU-Exporte in die USA nun zwei Zollregime gleichzeitig: die seit dem 24. Februar 2026 aktiven 10 Prozent auf allgemeine Waren (Section 122) sowie die branchenspezifischen Aufschläge auf Stahl (50 %), Aluminium (50 %) und jetzt Fahrzeuge. Für Pricing-Manager, die in Deutschland oder für den europäischen Markt kalkulieren, ist das kein reines Außenhandelsproblem – es ist ein Kostenstruktur- und Preisstrategie-Problem.
Deutschland ist als Exportnation stark exponiert: Die Automobilindustrie – Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz, Porsche – exportiert jährlich Hunderttausende Fahrzeuge in die USA. Ein 25-Prozent-Zoll trifft entweder die Marge der Hersteller oder muss über Preiserhöhungen an US-Kunden weitergegeben werden. Für Pricing-Teams dieser Unternehmen bedeutet das eine fundamentale Neuberechnung der US-Preislisten.
Welche Branchen und Sortimente direkt betroffen sind
Der allgemeine 10-Prozent-Zoll auf EU-Waren, der seit dem 24. Februar 2026 gilt und bis mindestens Juli 2026 verlängert werden kann, trifft de facto alle in den USA verkauften EU-Produkte. Für Händler, die EU-produzierte Waren in den USA vertreiben, entstehen direkte Kostenerhöhungen, die bei dünnen Margen die Profitabilität gefährden. Direkt betroffen sind:
- Automotive: Fahrzeuge und Teile aus deutschen Werken mit erheblichem US-Exportanteil.
- Konsumgüter und Premium-Produkte: