Stone Island meldet zweistelliges Vollpreiswachstum im DTC-Kontext. Weniger Markdown-Aktivität belastet zugleich den Traffic in EMEA.
Die Moncler-Gruppe veröffentlichte am 21. Oktober ihren Neunmonatsbericht 2026. Stone Island erzielte im dritten Quartal 105,9 Mio. Euro Umsatz, ein währungsbereinigtes Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weniger Rabatt ist nicht ohne kurzfristigen Effekt
Für EMEA meldet die Marke einen währungsbereinigt unveränderten Quartalsumsatz. Die Gruppe nennt einen schwächeren Traffic im Direktvertrieb, auch infolge der Entscheidung, die Markdown-Aktivität zu reduzieren. Das ist eine vom Unternehmen genannte Erklärung, keine separat quantifizierte Ursache-Wirkungs-Analyse.
Vollpreisumsatz ist eine eigene Kennzahl
Der DTC-Umsatz von Stone Island wuchs im Quartal währungsbereinigt um zwei Prozent. Im zugehörigen Kanalabschnitt berichtet die Gruppe zugleich von weiter zweistellig wachsendem Vollpreisgeschäft. Eine genaue Wachstumsrate, Vollpreisquote oder daraus resultierende Quartalsmarge wird dort nicht genannt. Die zweistellige Angabe darf nicht als Wachstum des gesamten DTC-Geschäfts wiedergegeben werden.
Takeaway: Bei reduzierter Rabattintensität Vollpreisumsatz, Gesamtabsatz, verbleibenden Bestand und Deckungsbeitrag parallel verfolgen. Ein kurzfristig geringerer Aktions-Traffic ist nicht automatisch ein Fehlschlag; ob die Strategie wirtschaftlich trägt, muss die eigene Margen- und Bestandsrechnung zeigen.
Quelle: Moncler Group: 9M 2026 Results, Stone Island, 21. Oktober 2026.
Die Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen, keine Aussagen oder Prognosen der zitierten Organisation.