Shopify beendet für bestimmte Märkte die Unterstützung von Delivered Duty Unpaid. Für DTC-Brands wird damit wichtiger, ob Abgaben beim Checkout oder erst bei der Zustellung sichtbar werden.
Shopify kündigte am 11. August 2026 an, dass Managed Markets Delivered Duty Unpaid (DDU) ab dem 24. August 2026 in Ländern und Regionen nicht mehr unterstützt, in denen Delivered Duty Paid (DDP) verfügbar ist. Bei DDP werden Zölle und Steuern beim Checkout erhoben statt bei der Zustellung durch Spediteur oder Zoll.
DDP ist eine Preis- und Vertrauensentscheidung
Für internationale Käufer macht DDP die Gesamtkosten früher sichtbar. Das kann die Vergleichbarkeit und die Conversion verbessern, verändert aber auch den Checkout-Preis: Abgaben und Gebühren müssen im korrekten Zielland berechnet und in der Kalkulation berücksichtigt werden. DDU kann dagegen einen niedrigeren sichtbaren Checkout-Preis erzeugen, verlagert Kosten aber an die Zustellung.
Was Pricing-Teams prüfen sollten
Vor der Umstellung sollten Brands Länder, Produktkategorien, Steuerlogik, Retouren und die Wirkung auf den Nettoerlös prüfen. DDP ist nicht automatisch profitabler; es macht die Kostenverteilung transparenter. Ein länderspezifischer Price Waterfall ist deshalb wichtiger als eine einfache Umrechnung des Listenpreises.