Sollten Produkte überall gleich viel kosten? Wir untersuchen den Trend zur bewussten Preisdifferenzierung zwischen Online-Shop, Marktplatz und Filiale.
Die starre Preisparität über alle Kanäle hinweg bröckelt im Mai 2026. Händler erkennen zunehmend, dass unterschiedliche Kanäle unterschiedliche Kostenstrukturen und Kundengruppen haben.
Lange Zeit galt das Dogma: Ein Produkt muss überall das Gleiche kosten, um den Kunden nicht zu verwirren. Doch angesichts steigender Marktplatzgebühren auf der einen und hohen Fixkosten im stationären Handel auf der anderen Seite überdenken viele Retailer diesen Ansatz.
Kanal-spezifisches Pricing als Margenretter
Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, im eigenen Webshop die günstigsten Preise anzubieten, um die Kundenbindung zu stärken und Gebühren an Dritte zu sparen. Auf Plattformen wie Amazon werden die Gebühren hingegen direkt in den Preis eingepreist. Im stationären Handel rechtfertigt der Service oft einen leichten Aufschlag.
Die Herausforderung liegt in der Kommunikation. Kunden akzeptieren Preisunterschiede, wenn sie begründet sind – etwa durch Exklusivangebote in der App oder Sofort-Verfügbarkeit im Laden. Intelligente Omni-Channel-Systeme sorgen dafür, dass die Preise dennoch in einem harmonisierten Rahmen bleiben.
Warum das für Pricing Manager wichtig ist
Pricing Manager müssen die Wirtschaftlichkeit jedes einzelnen Kanals im Detail verstehen. Sie müssen Strategien entwickeln, wie Preisunterschiede ohne Imageverlust umgesetzt werden können. Das Management von Kanal-Konflikten wird zu einer zentralen diplomatischen und strategischen Aufgabe.
Pricing Takeaway: Verabschieden Sie sich von der blinden Preisparität. Optimieren Sie Ihre Preise kanalspezifisch unter Berücksichtigung der jeweiligen Kosten und des Kundenwerts, aber halten Sie die Logik transparent.