A/B-Tests zur Preiselastizität sind häufig fehlerhaft konzipiert. Welche Methoden wirklich valide Elastizitäts-Messungen liefern – und was Pricing-Teams aus den Ergebnissen richtig ableiten.
Preiselastizität ist die wichtigste Kennzahl für jede Pricing-Entscheidung: Wie stark reagiert die Nachfrage auf eine Preisveränderung? Ohne zuverlässige Elastizitäts-Daten ist Pricing Intuition. Mit ihnen wird es Wissenschaft. Das Problem: Die meisten Methoden, die im E-Commerce für Elastizitäts-Messung eingesetzt werden, sind methodisch unzureichend – und liefern Daten, die falsche Entscheidungen stützen.
Der klassische Fehler ist der einfache A/B-Test: Gruppe A sieht Preis X, Gruppe B sieht Preis Y, Conversion-Raten werden verglichen. Das klingt solide. In der Praxis ist es mit mehreren Problemen behaftet: Konsumenten in Gruppe B erzählen Gruppe A vom Preis (Leakage), Suchmaschinen indexieren beide Preise (Crawl-Conflict), und die Messung erfasst nur den Punkt-Effekt, nicht den langfristigen Kaufverhalten-Effekt.
Methode 1: Zeitbasierte Preis-Tests (Holdout-Perioden)<