Händler konzentrieren sich oft nur auf ihre Top-Seller. Dabei liegt in den vernachlässigten Long-Tail-Produkten massives Margenpotenzial.
Während die "High-Runner" eines Sortiments unter ständigem Preisdruck stehen, schlummern im Long-Tail oft ungenutzte Schätze. Ein falsches Pricing führt hier entweder zu Ladenhütern oder verschenkter Marge.
In großen Sortimenten mit über 50.000 SKUs ist es menschlich unmöglich, jeden Preis individuell zu prüfen. Die Folge: Man verlässt sich auf veraltete UVPs oder generische Aufschläge. Doch genau hier setzen spezialisierte Pricing-Algorithmen an, die den Wert jedes einzelnen Nischenprodukts neu bewerten.
Das Risiko der "Set and Forget"-Mentalität
Long-Tail-Produkte haben oft eine geringere Preiselastizität. Kunden, die ein sehr spezifisches Ersatzteil oder ein Nischen-Accessoire suchen, sind weniger preissensibel als beim Kauf eines neuen iPhones. Wenn der Preis hier zu niedrig angesetzt ist, wird wertvolle Marge verschenkt, ohne den Absatz signifikant zu steigern.
Automatisierung als Rettungsanker
- Cluster-Bildung: Gruppieren Sie Long-Tail-Produkte nach Attributen und Wettbewerbsintensität, statt sie alle gleich zu behandeln.
- Nachfrage-Signale nutzen: Selbst wenige Klicks können Signale für die Preisakzeptanz sein.
- Wettbewerbsmonitoring für Nischen: Auch im Long-Tail gibt es Konkurrenz. Tools müssen in der Lage sein, auch seltene Matches zuverlässig zu finden.
Fazit: Wer den Long-Tail ignoriert, lässt Geld auf dem Tisch liegen. Die Automatisierung dieser "vergessenen" SKUs ist einer der schnellsten Wege, um die Gesamtprofitabilität eines Webshops nachhaltig zu steigern.