ASOS nennt bessere Beschaffung, mehr Vollpreisabverkauf und Flexible Fulfilment als Margentreiber. Das September-Update ist noch kein vollständiger Jahresabschluss.
Im Trading Update vom 24. September erwartet ASOS für das Geschäftsjahr 2026 eine bereinigte Bruttomarge von mehr als 50 Prozent. Damit läge sie oberhalb der bisherigen Prognose von 48 bis 50 Prozent. Die vollständigen Jahresergebnisse sind für den 5. November angekündigt.
Vollpreisabverkauf statt pauschaler Preissteigerung
ASOS führt die Verbesserung auf günstigere Beschaffung, besseren Vollpreisabverkauf und den Ausbau des Flexible-Fulfilment-Modells zurück. Für das Frühjahr-/Sommer-Sortiment 2026 meldet das Unternehmen eine um vier Prozentpunkte höhere Sell-through-Rate als im Vorjahr. Diese Sortimentskennzahl ist nicht automatisch identisch mit dem Anteil aller Umsätze zum Vollpreis.
GMV erholt sich erst zum Jahresende
Das vergleichbare GMV sank im Gesamtjahr um fünf Prozent, wuchs im vierten Quartal aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Quartalserholung darf deshalb nicht als Wachstum des gesamten Geschäftsjahres dargestellt werden.
Takeaway: Pricing-Teams sollten Vollpreisabverkauf und Bestandsqualität zusammen mit Retouren und Kanalmodell auswerten. Eine höhere bereinigte Marge ist nicht allein der Beleg für höhere Listenpreise.
Quelle: ASOS: Pre-close Trading Update, 24. September 2026, RNS über FT. Die Handlungsempfehlungen sind redaktionelle Einordnungen, keine Aussagen des Unternehmens.