Amazon hat zum 23. April 2026 neue Validierungsanforderungen für Listenpreise eingeführt – und ab dem 18. Mai 2026 folgt eine Änderung der "Typical Price"-Berechnung. Für Händler auf Amazon sind das zwei der wichtigsten Pricing-Regeländerungen des Jahres.
Amazon hat in den letzten Wochen still und leise zwei der wichtigsten Änderungen an seinem Preisreferenzsystem vorgenommen, die in den letzten Jahren in Kraft getreten sind. Zum 23. April 2026 gelten neue Validierungsanforderungen für Listenpreise – und ab dem 18. Mai 2026 ändert sich, wie Amazon den sogenannten "Typical Price" (den durchgestrichenen "War"-Preis) berechnet. Für Pricing-Teams, die auf Amazon verkaufen, sind das keine technischen Fußnoten – sie verändern, welche Rabatte noch sichtbar dargestellt werden dürfen.
Hintergrund: Amazon zeigt Käufern bei rabattierten Produkten einen Referenzpreis – entweder den vom Händler angegebenen Listenpreis (UVP/MSRP) oder den sogenannten Typical Price, der den üblichen Marktpreis auf Amazon widerspiegeln soll. Der durchgestrichene Referenzpreis ist das Fundament jeder Deal-Kommunikation. Wer ihn nicht validiert bekommt, verliert die Fähigkeit, Preisnachlässe optisch zu kommunizieren.
Änderung 1 (23. April 2026): Listenpreis-Validierung
Ab dem 23. April 2026 muss ein von Händlern angegebener Listenpreis eine von zwei Bedingungen erfüllen, damit Amazon ihn als gültigen Referenzpreis akzeptiert und anzeigt:
- Option A: Das Produkt wurde kürzlich bei einem anderen Retailer zu diesem Listenpreis angeboten und verkauft.
- Option B: Das Produkt wurde auf Amazon selbst kürzlich als Featured Offer (Buy Box) zu diesem Listenpreis tatsächlich von Kunden gekauft.
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