NEXT wächst im internationalen Direktgeschäft um rund 24 Prozent. Der Halbjahresbericht macht deutlich, wie Wettbewerbsfähigkeit und Marge das Marketingbudget begrenzen.
NEXT berichtet für das erste Halbjahr 2026/27 rund 24 Prozent Wachstum des internationalen Direktgeschäfts. Gemeint sind Verkäufe über eigene Websites, ohne Drittanbieter-Aggregatoren. Die Marketingausgaben erhöhten sich von 31 auf 51 Mio. Pfund.
Preis beeinflusst das Akquisitionsbudget
NEXT erläutert, dass zu hohe Preise die Wettbewerbsfähigkeit schwächen, während zu niedrige Preise nicht genug Marge für die Marketingambitionen lassen. Das Unternehmen steuert diese Abwägung nach eigener Darstellung Land für Land, statt eine einheitliche Formel anzuwenden.
Die Renditekennzahl richtig lesen
Als Investitionshürde nennt NEXT 1,50 Pfund inkrementellen Gewinn je Pfund Marketingausgaben. Im Halbjahr lag die berichtete Kennzahl bei 1,77 Pfund. Der Bericht definiert den Gewinn ausdrücklich als inkrementellen Cash-Gewinn vor Marketing- und Fixkosten. Es handelt sich nicht um einen Umsatz-ROAS oder eine Nachkosten-Gewinnmarge.
Takeaway: Internationale DTC-Preise mit Akquisitionsökonomie verbinden. Vor einer Preissenkung prüfen, wie viel Deckungsbeitrag nach Waren-, Liefer- und Retourenkosten für Marketing übrig bleibt; Kennzahlendefinitionen im Dashboard sichtbar machen.
Quelle: NEXT: Half Year Results 2026/27, International Direct-to-Consumer. Die Handlungsempfehlungen sind redaktionelle Einordnungen, keine Aussagen des Unternehmens.