Viele DTC-Marken suchen 2026 den Weg in die Regale von REWE, Douglas oder KaDeWe. Doch der Wechsel vom reinen Online-Modell zum Hybrid-Modell birgt Risiken.
Die "Pure Play" DTC-Ära scheint vorbei zu sein. Im Mai 2026 beobachten wir eine massive Welle an Kooperationen zwischen Online-Brands und dem stationären Einzelhandel. Doch nicht für jede Marke ist Wholesale der richtige Weg.
Die Kosten für digitale Kundenakquise (CAC) sind in den letzten Jahren explodiert. Wholesale bietet hier einen attraktiven Ausweg: Masse und Sichtbarkeit ohne direkte Werbeausgaben pro Klick. Marken wie Snocks oder Ankerkraut haben es vorgemacht – nun folgen viele kleinere Player.
Herausforderung Margenstruktur
Wer in den Wholesale geht, muss seine Kalkulation komplett überdenken. Der Einzelhandel fordert Margen, die das bisherige DTC-Modell oft nicht hergibt. Pricing-Teams müssen hier extrem präzise arbeiten, um die Preisintegrität zwischen dem eigenen Online-Shop und dem stationären Handel zu wahren.
- Logistik-Komplexität: Palettenversand statt Einzelpakete erfordert neue Prozesse.
- Verpackungsdesign: Was online funktioniert, muss im Regal nicht zwangsläufig auffallen.
- Vertragsverhandlungen: Listungsgebühren und Werbekostenzuschüsse schmälern die Profitabilität.
Fazit: Wholesale ist kein Allheilmittel gegen hohe Online-Kosten. Er ist eine strategische Erweiterung, die eine reife Supply Chain und eine extrem spitze Kalkulation voraussetzt.