DTC-Marken, die in neue europäische Märkte expandieren, setzen oft denselben Preis wie im Heimatmarkt. Das ist ein teurer Fehler. Wie lokale Preis-Kalibrierung funktioniert – und welche Faktoren dabei zählen.
Eine DTC-Marke, die in Deutschland 59 Euro für ein Produkt verlangt und denselben Preis in Frankreich, Italien und Polen ansetzt, hat keine Preisstrategie – sie hat eine Preis-Vereinfachung. Die Zahlungsbereitschaft variiert zwischen europäischen Märkten um 20–40 %, die Wettbewerbsstruktur ist in jedem Markt anders, und die Kostenstruktur für Logistik, Retouren und Customer Service ist länderabhängig. Wer das ignoriert, verliert entweder Marge oder Marktanteile.
Laut einer Studie von Shopify und dem Baymard Institute kaufen über 70 % der europäischen Online-Konsumenten bevorzugt in ihrer Landeswährung und von lokalisierten Shops – nicht wegen Sprache allein, sondern wegen Preis-Vertrautheit und lokalem Kundenservice. Eine DTC-Marke, die in Frankreich nur auf Englisch