Wo bleibt am Ende mehr übrig? Eine detaillierte Gegenüberstellung der Kostenstrukturen zwischen Amazon-FBA und dem eigenen Shopify-Store.
Die Debatte "Eigener Shop oder Amazon" wird 2026 oft ideologisch geführt. Doch am Ende zählt nur eine Zahl: die Netto-Marge nach allen Kosten.
Amazon bietet Reichweite, verlangt aber hohe Gebühren und behält die Kundendaten. Der eigene Shop bietet Kontrolle und Daten, erfordert aber hohe Ausgaben für Traffic und Infrastruktur. Ein realistischer Vergleich im Mai 2026 zeigt: Die Antwort hängt stark von der Kategorie und dem Customer Lifetime Value ab.
Die versteckten Kosten von Amazon
Zu den 15 % Verkaufsgebühr kommen oft noch FBA-Lagergebühren, Werbekosten innerhalb der Plattform (Amazon Advertising) und Retourenkosten. In vielen Kategorien landen Marken so bei einer effektiven Abgabe von 30–40 % des Umsatzes an die Plattform. Das muss man im eigenen Kanal erst einmal an Marketingkosten überbieten.
- Daten-Wert: Im eigenen Shop gehört die E-Mail-Adresse dem Händler – ein unschätzbarer Vorteil für Retention.
- Brand Control: Auf Amazon ist man eine Kachel unter vielen; im eigenen Shop bestimmt man das Erlebnis.
- Hybrid-Modell: Die meisten erfolgreichen Brands nutzen Amazon als Akquise-Kanal und den eigenen Shop zur Kundenbindung.
Fazit: Rechnen Sie ehrlich. Der eigene Kanal ist meist langfristig profitabler, erfordert aber einen längeren Atem und höhere Initial-Investments in die Marke. Amazon ist der schnelle Umsatz-Boost mit hohen laufenden Kosten.