ASOS baut Partner Fulfils und Fulfilment Services aus. Für DTC-Marken wird damit die Trennung zwischen Verkaufspreis, Plattformmodell und Bestandskosten wichtiger.
ASOS berichtet im Update vom 24. September, dass ASOS Fulfilment Services und Partner Fulfils zusammen 21 Prozent des Partner-Marken-GMV erreichen. Der Anteil stieg um mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Er bezieht sich nicht auf das gesamte ASOS-GMV.
Kanalmodell beeinflusst die Margeninterpretation
ASOS nennt den Ausbau von Flexible Fulfilment neben Beschaffung und Vollpreisabverkauf als Treiber der erwarteten bereinigten Bruttomarge von mehr als 50 Prozent. Unterschiedliche Abwicklungsmodelle sollten deshalb bei der Interpretation der Konzernmarge berücksichtigt werden.
GMV ist nicht automatisch Plattformumsatz
Die ASOS-Definition addiert zum bereinigten Einzelhandelsumsatz die Umsätze, die Flexible-Fulfilment-Partnern zuzurechnen sind, jeweils nach Retouren und ohne Umsatzsteuer. Die angegebenen Wachstumsraten sind vergleichbar gerechnet, unter anderem bereinigt um Währungsumrechnungseffekte.
Takeaway: Für DTC-Marken dieselben Endkundenpreise unter verschiedenen Plattformmodellen nach Deckungsbeitrag vergleichen. Provisionen, Versand, Retouren und Bestandsverantwortung separat kalkulieren; GMV nicht mit dem eigenen verbuchten Umsatz gleichsetzen.
Quelle: ASOS: Pre-close Trading Update FY26, Definitionen und Strategic Progress. Die Handlungsempfehlungen sind redaktionelle Einordnungen, keine Aussagen des Unternehmens.