Amazons Advertising-Sparte wächst schneller als das Kerngeschäft. Für Seller und DTC-Marken auf dem Marktplatz bedeutet das: organische Sichtbarkeit schwindet, Werbekosten steigen – und die Margenrechnung verändert sich fundamental.
Amazon Advertising hat im Jahr 2025 erstmals mehr als 60 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert – und wächst damit schneller als AWS oder der Retail-Marktplatz selbst. Für Brands und Seller auf Amazon ist das eine strukturelle Verschiebung: Organische Sichtbarkeit wird systematisch durch bezahlte Platzierungen verdrängt, und wer nicht wirbt, verkauft nicht.
Der Anteil bezahlter Listings auf Amazon-Suchergebnisseiten hat sich zwischen 2020 und 2025 von rund 30 % auf über 55 % erhöht. Für Kategorien wie Consumer Electronics, Beauty und Haushalt liegt der Anteil noch höher. Die Konsequenz ist eindeutig: Ohne signifikantes Advertising-Budget ist eine neue Marke auf Amazon de facto unsichtbar.
Wie sich die Kostenstruktur für Seller verschoben hat
Wer 2019 auf Amazon verkauft hat, konnte mit einem Advertising-Anteil von 8–12 % am Umsatz rechnen und trotzdem profitabel sein. Heute liegt der Advertising-Anteil für