adidas wächst im Direktvertrieb währungsbereinigt um 17 Prozent. Das Unternehmen nennt eine weitere Verbesserung der DTC-Bruttomarge, ohne eine absolute Kanalquote zu veröffentlichen.
adidas meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 währungsbereinigtes DTC-Wachstum von 17 Prozent. E-Commerce legte um 18 Prozent zu, die eigenen Filialen um 16 Prozent. In sämtlichen Filialformaten nennt das Unternehmen zweistelliges vergleichbares Wachstum.
Kanalwachstum und Marge zusammen lesen
Nach Angaben von adidas führte der anhaltende Fokus auf Vollpreisverkäufe zu einer weiteren Verbesserung der Bruttomarge im DTC-Geschäft. Eine absolute DTC-Bruttomarge oder eine Vollpreisquote nennt die Mitteilung nicht. Die Konzern-Bruttomarge von 54,3 Prozent darf deshalb nicht als DTC-Quote übernommen werden.
Mehr Umsatz bringt auch Kosten mit sich
adidas nennt höhere E-Commerce-Versandvolumina und das starke DTC-Wachstum als Gründe für gestiegene operative Gemeinkosten. Die Entwicklung des Kanalumsatzes allein zeigt daher nicht, wie stark der Deckungsbeitrag nach Versand und weiteren Vertriebskosten gestiegen ist.
Takeaway: Vollpreisverkäufe nicht nur als Umsatzanteil messen. Retouren, Versand, Service und bezahlte Reichweite in die Erfolgsrechnung einbeziehen. Ein erfolgreicher Direktvertrieb muss nach diesen Kosten wirtschaftlich sein; Wachstum allein rechtfertigt kein größeres Rabattbudget.
Quellen: adidas: Third-quarter results 2026, 29. Oktober 2026.
Die Handlungsempfehlungen sind redaktionelle Einordnungen und keine Aussagen der zitierten Organisationen.