Lang wurde über den Markteintritt der Verkaufsplattform Amazon in der Schweiz gemunkelt.
Nun steht er unmittelbar bevor. Damit lässt Amazon insbesondere die Schweizer Platzhirsche wie Ricardo aufschrecken.   

Nachdem Amazon in den letzten Wochen fortwährend mit der Schweizer Post verhandelt hat, um ein Kooperationsabkommen auf die Beine zu stellen, ließen Experten nun den Durchbruch verlauten. Damit steht dem Markteintritt des Internetriesen Amazon in der Schweiz nichts mehr im Wege. Das Amazon nun die Schweizer Kunden erobern möchte, ließ auch Ralpf Kleber, Country Manager von Amazon.de in den Wochen durchblicken. Er sagte, dass der Schweizer Markt sehr interessant für Amazon sei und man den Schweizer Kunden auch nicht enttäuschen möchte, in dem man einen finalen Markteintritt verpasse.

Zollproblematik mit Schweiz scheint für Amazon gelöst

 Vor allem die Zollproblematik sei, laut Amazon, bereits gelöst. Demnach solle die Verzollung von Paketen durch die Schweizer Post maximal drei Stunden dauern. Damit könnte Amazon auch sein Alleinstellungsmerkmal von Amazon Prime auf die Schweiz übertragen.

Bei den Konkurrenten wie Migros, Coop, Galaxus oder Ricardo dürften die aktuellen Entwicklungen so kurz vor Weihnachten allerdings keine freudigen Weihnachtsgefühle aufkommen lassen. Denn vor allem die von Amazon angebotenen Preise sind für die bisherigen Branchenprimuse Besorgnis erregend. Laut der Business-Zeitschrift „BILANZ“ sind die bei Amazon angebotenen Preise inklusive Lieferung, gemessen an einem Durchschnittswarenkorb, um satte 36 Prozent günstiger als bei Coop und sogar unvorstellbare 44 Prozent günstiger als bei GALAXUS.

Die ersten Pakete von Amazon sollen bereits ab Januar in der Schweiz ausgeliefert werden

Das Amazon bei Markteintritten in neue Länder nicht wirklich große Anlaufzeit braucht, haben bereits die Beispiele wie Niederlande, Österreich oder Türkei gezeigt. Bei der Schweizer Post jedenfalls rechnet man schon im Januar mit den ersten Paketen zum Verzollen.

Die Schweizer Kunden jedoch können sich wahrscheinlich schon Ende Dezember auf das neue Sortiment freuen, damit haben sie nun Zugriff auf sagenhafte 229 Millionen Produkte und werden dies sicherlich nicht nur in den nächsten Monaten ausnutzen.