Pünktlich zum Monatsende gibt Amazon umfangreiche Gebührenanpassungen bei seinem FBA-Programm bekannt. Amazon-Händler müssen sich in Zukunft auf höhere Versand- sowie Lagergebühren einstellen. Außerdem streicht Amazon im Zuge dessen auch  ehemals kostenfreie Angebote. Die Gebührenanpassungen gelten laut Amazon-Zentrale in ganz Europa.

Amazon will seine Versand- und Lagergebühren in drei Schritten anpassen. Dabei steigen die Kosten für Händler im FBA-Programm in ganz Europa (Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien). Die Kosten seien nötig geworden, um auf die insgesamt gestiegenen Transportkosten in Europa reagieren zu können.

Erster Schritt zum 26. April 2018

Bereits im April wird der Internetriese die lokalen Versandkosten anpassen. Diese Regelung gilt für alle Produkte, die über den Amazon Marketplace verkauft und aus einem Logistikzentrum desselben Amazon Marketplace verschickt werden. Insbesondere bei Paketen wird die Erhöhung merklich spürbar werden. Während die Preissteigerung bei einem Versandumschlag lediglich einen Cent pro Sendung beträgt, steigt der Versand eines Standardpaketes mit 2 kg um ganze 45 Cent pro Lieferung auf 3,66 EURO. Außerdem steigen die Kosten für den Cross-Border-Versand.

Auch bei den monatlichen Lagergebühren wird Amazon ab dem 26. April stärker hinlangen. Für eine Lagerung werden in Deutschland künftig 26 Euro pro Kubikmeter von Januar bis September und 36 Euro pro Kubikmeter von Oktober bis Dezember verlangt. Letztendlich soll auch der Versand zum Nulltarif ab einem Verkaufswert von 350 EURO gänzlich entfallen.

Zweiter Schritt im September

Ab dem 5. September werden die Bearbeitungsgebühren für Warenrücksendungen auch auf die Kategorien „Schmuck“, „Uhren“ oder „Koffer, Rucksäcke & Taschen“ erweitert. Diese Gebühr gilt für jede zurückgegebene Einheit und entspricht der jeweiligen Versandgebühr.

Letzter Schritt – Änderungen bei der Lieferung an Amazon

Wer sich bisher nicht die Mühe gemacht hat, seine Waren beim Versand an Amazon ordentlich im Vorfeld zu deklarieren und Amazon die genauen Daten der Lieferung mitzuteilen, soll ab dem 9. September 0,07 EURO pro Artikel zahlen. So möchte Amazon erreichen, dass die Händler genaue Angaben über den jeweiligen Kartoninhalt im Vorfeld zu tätigen, um den Aufwand in den Logistikzentren bei Lieferungen an Amazon gering zu halten.