Amazon rundet das Sortiment nach unten ab

Amazon rundet das Sortiment nach unten ab

Händler sollten wachsam bei den Verkaufspreisen sein

Die Online-Welt ist in Bewegung, so passt einer der Marktführer Amazon seine Webseite und sein Sortiment stets an. Neben einem „Eigensortiment“ gibt es sehr hohen Anteil an Waren von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu echter Handwerkskunst. Trotz allen Erfolg wird Amazon aber zunehmend aus Asien unter Druck gesetzt: Was passiert und wie die Gegenmaßnahmen aussehen: Bitte weiterlesen!

Mit sehr günstigen Artikeln erweitert Amazon das Sortiment

Amazon gehört auch heute noch zu den wertvollsten Unternehmen der Welt, Dennoch sind Börse und einige Marktbeobachter skeptisch und stellen sich die Frage: Kann Amazon den steilen Wachstumspfad halten? Der Kurs einer Amazon Aktie ist in New York inzwischen von knapp über 2.050 US-Dollar auf etwa 1.640 US-Dollar gefallen. Es scheint also Handlungsbedarf zu geben, um das Geschäft ankurbeln zu können und auf den Erfolgsweg zurückzukehren.

Wer langjähriger Amazon-Kunde ist, der weiß: Die Geschäftsprozesse von Amazon funktionieren, die Zuverlässigkeit der Lieferungen ist sehr hoch. Allerdings scheint die Kostensituation im Gegensatz zu Mitbewerbern etwas schlechter zu sein. So hob Amazon vor einiger Zeit den Mindestbestellwert für Versandkostenfreiheit auf 29 Euro an (Bücher und ähnliches ausgenommen).

Unternehmen aus Asien erhöhen den Wettbewerbsdruck erheblich: Shopping-Apps wie Wish oder Aliexpress erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Si wzrde die App with lt. Presseberichten im Jahr 2017 32,5 Millionen Mal heruntergeladen und überholte damit die Shopping App vion Amazonn (29,2 Millionen Mal). Alledings lässt sich aus diesen Zahlen noch kein allgemeiner Trend ableiten, da viele Menschen ja noch oder weiterhin von großen Desktop-Geräten aus auf Shoppingtour gehen.

Zuerst wurden Tech Blogs darauf aufmerksam, dass Amazon seine Webseite umgestaltet habe. Es gäbe neue Kategorien mit Artikeln unter 10 USD ($ 10 & Under) und das mit Versandkostenfreiheit – was uns neugierig machte.

Wie sieht sie also aus die „neue“ Webseitengestaltung bzw. das neue Sortiment als Gegenmaßnahme zu Günstig-Importen aus China? Ein Blick auf die Webseite von Amazon in den USA und in Kanada zeigt erstaunliches. Für ein schöneres Druckbild haben wir uns die Desktop-Version angesehen.

In den USA wurde erstaunlicherweise diese Kategorie nicht mehr direkt auf der Homepage angezeigt, stattdessen gab es eine Kategorie „unter 25 USD“. Damit zeigt sich, dass Amazon immer wieder neue Sortimente ausprobiert und die Kundenansprache stets verändert. Beim Durchstöbern der Kategorien ist uns aufgefallen: Hier sind auch Waren zu finden, die von kleinen und mittelständischen Amazon-Partnern (Marketplace Seller) angeboten werden. Beispielsweise ein Computerkabel von „AnkerDirect“. In Kanada hingegen wartet eine eher allgemeiner und nicht mit einer bestimmten Preisobergrenze beschriebene Kategorie „Top Deals“ auf die Kunden. Der günstige Sortimentsbereich hat keine Beschränkung auf bestimmte Warengruppen, so sind Computerkabel, Elektroartikel, Haushaltswaren und vieles mehr zu finden. Auf der deutschen Webseite haben wir das noch nicht entdeckt.

Die „mobile“ Amazon-Webseite soll dagegen eher wie die App Wish aussehen und durch eine großformatige Produktabbildung sowie Preis und Kundenbewertung (Sterne) beeindrucken. Die User sollen zum Scrollen eingeladen werden und die Hemmschwellen für Spontankäufe noch weiter absenken.

Summe aus Produktpreis und Versandkosten bleibt Kaufkriterium

Bei diesen besonders günstigen Angeboten wirbt Amazon oft auch mit der Versandkostenfreiheit und stellt den Gesamtpreis eines Produktes noch mehr in den Vordergrund. Marketplace Händler sollten deshalb stets den Blick auf den günstigsten Angebotspreis haben, um ihr attraktives Angebot bevorzugt oder vergleichsweise oben auf der „Seitenliste“ mit den weiteren Angeboten finden zu können.

Ein automatisches Beobachtungs- und Repricing-Tool kann eine wertvolle Investition zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sein. Der Preis als Entscheidungskriterium insbesondere für Neukunden hat sowohl im Amazon-Bereich, als auch bei Suchergebnislisten und Vergleichsportalen seinen außerordentlichen Stellenwert behalten und kann als direkter Bestell-Auslöser dienen.

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