Gewinn steigern mit Repricing

Gewinn steigern mit Repricing

Was ist Repricing?

Repricing ist ein Prozess, der vor allem im Daten getriebenen Onlinehandel (data driven e-commerce) von Onlinehändlern eingesetzt wird. Es bezeichnet die durch Software gestützte Ausrichtung der eigenen Verkaufspreise am Wettbewerb. Diese Ausrichtung findet meistens täglich oder häufiger, also in regelmäßigen Intervallen, statt.

Wie und wo wird der Wettbewerb beim Repricing berücksichtigt?

Beim Repricing werden Marktplätze wie Amazon und Ebay oder Preisvergleichsseiten wie Idealo oder Google Shopping automatisch beobachtet. Dort werden über eindeutige Produktkennzeichnungen (meistens die EAN/GTIN) alle Anbieter und deren Verkaufspreise zu einem Produkt gefunden. Auf diese Weise bekommt man regelmäßig eine aktuelle Analyse seiner Konkurrenzsituation. Im nächsten Schritt kann man Regeln definieren, nach denen man auf sich verändernde Marktpreise regieren möchte. Auf diese Weise hat man immer einen aktuellen, wettbewerbsfähigen Verkaufspreis für das eigene Angebot

Welche Faktoren der Preisgestaltung werden beim Repricing berücksichtigt?

Beim Repricing werden vor allem wettbewerbsbezogene Faktoren berücksichtigt. Dazu gehören:

  • Verkaufspreise der Mitbewerber
  • Bewertungen des Shops des Mitbewerbers
  • Lieferzeiten und Verfügbarkeit der konkurrierenden Angebote

Zudem können unternehmensinterne Faktoren mit einbezogen werden:

  • eigener Lagerbestand
  • Einkaufspreise
  • Mindestmargen
  • Abverkaufsziele
  • etc.

Kaum berücksichtigt werden nutzerbezogene Faktoren der Preisgestaltung wie zum Beispiel:

  • Surfverhalten
  • Suchistorien
  • genutzte Endgeräte

Was ist der Unterschied zwischen Repricing und dynamic Pricing?

Mit Repricing bezeichnete man vor wenigen Jahren noch die Ausrichtung des Verkaufspreises am Wettbewerb, während dynamic Pricing meist die Ausrichtung an unternehmensinternen Daten meinte. Heute werden beide Begriffe in der E-Commerce Branche meist synonym verwendet, zumal gute Systeme meiste beide Datengruppen (Wettbewerb und interne Daten) technisch abbilden und in die Preisgestaltung einbeziehen können.

Wenn in der Öffentlichkeit von dynamic Pricing gesprochen wird, meint man meist das Ausrichten des Preises an nutzerbezogenen Daten, wie es beispielsweise bei Flugpreisen und Hotels angewendet wird. In der Öffentlichkeit ist der Begriff dynamic Pricing häufig negativ besetzt.


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